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Magyaren ArtikelMagyaren (auch Madjaren, ungarisch Singular: magyar, Plural: magyarok) ist die Bezeichnung der Ungarn in ihrer eigenen Sprache.
Die Ungarn gehören nicht zur indoeuropäischen, sondern wie die Finnen und Esten zur finno-ugrischen Sprachfamilie.
Buch-Tipp: ADAC Reisemagazin Rom Nervenfutter für ungeduldige Rom-Verliebte! Ich will ein wenig ausholen um zu rechtfertigen, warum man niemals genug Literatur über Die Ewige Stadt, also über Rom, haben kann, und damit auch gleich vorweg nehmen, dass ein ReiseMAGAZIN - immerhin mich - kaum zu enttäuschen vermag.
Neulich frage mich jemand, was man in Dublin so unternehmen kann,... | |
Die Ungarn leben in dem Ungarischen Tiefland und zählen um die 15 Millionen Menschen, von denen ca. 10 Millionen in Ungarn, die restlichen als große Minderheiten seit 1918 außerhalb Ungarns, v.a. in der Vojvodina (Serbien), der Slowakei und Rumänien leben. Auch in der zur Ukraine gehörenden Karpato-Ukraine leben offiziell 151 Tausend Ungarn. Sie bewohnen dort etwa 130 Gemeinden und stellen in 80 davon die Bevölkerungsmehrheit.
Die Szekler (Székely auf Ungarisch) sind eine besondere ungarisch-sprachige Gruppe, die in Siebenbürgen (Rumänien) leben.
Buch-Tipp: Aus den letzten Jahren der Kaiserin Elisabeth Gut, wenn auch schwer zu lesen Dieses Buch ist die wohl warmherzigste und kritikloseste Beschreibung der Kaiserin von Österreich. Irma, Elisabeths letzte Hofdame, versucht gar nicht zu berbergen, wie sehr sie ihre Königin und deren Familie veehrt. Sie stellt alles in ein gutes Licht, was das ganze recht schwer zu lesen macht. Denn natürlich war... |
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Die Magyaren waren ursprünglich ein asiatisches Hirtenvolk, das am südöstlichen Rand des Ural-Gebirges beheimatet war. Später zogen sie in die Steppen der südlichen Ukraine (magyar. Etelköz, das Land zwischen den Flüssen), wo sie unter chasarischer Oberherrschaft standen und zeitweise die Kontrolle über das Gebiet um Kiew und einige ostslawische Stämme ausübten.
896 wanderten die Magyaren schließlich als Reitervolk mit großen Viehherden (siehe Ungarisches Steppenrind) in das ungarische Tiefland ein, wo sie nach langen Plünderungszügen durch ganz Europa (u.a. Bayern, Italien, Frankreich, Spanien) 901 bzw. 955 sesshaft wurden und sich langsam an die Lebensweise der sie umgebenden slawischen Vorbevölkerung anpassten und diese in sich aufnahmen. In dem letzten Viertel des 10. Jahrhunderts wurden sie christianisiert.
Mit der Eroberung des Balkans durch die Osmanen (Türken) wurde insbesondere das heutige Ungarn teilweise entvölkert. Nach der Niederschlagung der Osmanen, wurden die entvölkerten Gebiete (v.a. in dem Rahmen der drei Hauptumsiedlungswellen 1690, 1711 und 1745) von Slowaken, Siedlern aus Österreich, sowie zu dem Teil Siedlern aus anderen Teilen Europas wiederbevölkert. Ein Großteil dieser Einwanderer ging später in dem ungarischen Volk auf.
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Durch Gen-Tests hat man herusgefunden, dass die Ungarn, sowie die Finnen, mit den heutigen Mongolen und Turvölkern verwandt sind. Nach ihrer Ankunft in dem heutigen Ungarn vermischten sie sich mit den dortigen Slawen und daraus entstand die heutige Ethnie der Magyaren (Ungarn).
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Das Wort magyar (früher magyeri) ist heute die Selbstbezeichnung der Magyaren. Es taucht schon in dem 9. und 10. Jahrhundert in mohammedanischen Quellen auf. Es ist wahrscheinlich ein Kompositum aus magy (< ugrisch *mańćε = Mensch, Mann, Geschlecht) und er(i) (ebenfalls Mensch, Mann, Geschlecht).
Allerdings ist zu beachten, dass das Wort anfangs ca. die Nennung eines von sieben (unterschiedlichen) nomadischen Stämmen war, die in dem 9. Jahrhundert und Anfang des 10. Jahrhundert räuberische Einfälle in Europa, vor allem in Großmähren, unternahmen. Die Stämme hießen Meder (Magyar), Tárján, Jenö, Kér, Keszih, Kürt-Gyarmat und Nyek. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts ist es dem Stamm der Magyaren - d.h. den Nachkommen Arpads - gelungen, die restlichen Stämme unter seiner Oberherrschaft zu vereinigen. Von da an kann man von den Magyaren (wenn auch noch nicht in dem ethnischen Sinne) sprechen.
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Die Eroberer von Großmähren wurden von den damaligen Quellen als Ungari oder Ougri (nicht als Magyaren) genannt. Die fränkischen Chronikschreiber benutzten fast von Anfang an auch den lateinischen Begriff (H)ungarus. Viele damalige Texte nennen sie auch als Türken (v.a. Konstantin Porphyrogennetos um 950) bzw. irrtümlicherweise als Hunnen oder Awaren, da ihre Lebensweise jener dieser zwei Völker ähnelte.
Die von Nicht-Magyaren bis heute benutzten Formen (H)ungarus, (H)ungarn, Uhri, Vengry, Hungarian, Hongrois etc. gelangte aus dem slawischen og(ъ)r- durch germanische Vermittlung in die europäischen Sprachen. Das slawische Wort lässt sich auf die bulgatürkische Stammesbezeichnung onogur (on= zehn + ogur= Stamm) zurückführen, die dadurch entstand, dass die Vorfahren der Magyaren in dem 5. und 6. Jahrhundert in enger Verbindung mit dem Onogurenreich lebten, dessen führender Stammesverband Onoguren hieß. Das H- in dem lateinischen Hungarus (und dadurch auch in manchen anderen Sprachen) entstand dadurch, dass der Name irrtümlicherweise mit den Hunnen (Hunni) durcheinandergebracht wurde.==Literatur==
- Mechthild Schulze-Dörrlamm, Die Ungarneinfälle des 10. Jahrhunderts in dem Spiegel archäologischer Funde. In: Joachim Henning (Hrsg.), Europa in dem 10. Jahrhundert. Archäologie einer Aufbruchszeit (Mainz 2002) 109-122. ISBN 3-8053-2872-9
- László Révész, Archäologische Forschungen zur Landnahmezeit in Ungarn: Ergebnisse, methodologische Probleme, ungelöste Fragen. In: ebd. 123-130.
- W. Jahn, C. Lankes, W. Petz und E. Brockhoff (Hrsg.), Bayern - Ungarn. Tausend Jahre. Katalog zur Bayerischen Landesaustellung 2001 (Augsburg 2001), ISBN 3-927233-78-1.
- Ebd., Aufsätze zur Bayerischen Landesausstellung 2001 (Regensburg 2001), ISBN 3-9804433-6-1, ISBN 3-7917-1753-7
- Alfried Wieczorek / Hans-Martin Hinz (Hrsg.), Europas Mitte um 1 Tausend (Stuttgart 2000), ISBN 3-8062-1544-8, ISBN 3-8062-1545-6.
Buch-Tipp: Das große Heft. Unglaublich Dieses erste Buch der 1935 geborenen und 1956 in die Schweiz geflüchteten Ungarin erschien 1986. Agota Kristof musste sich ihr Französisch erst erkämpfen. Dies kann man an vielen Stellen des Romans sehen und spüren. Die Wichtigkeit der Worte und des Schreibens sowie des zugehörigen Materials sind augenfällig. Es ist ein Glück,... |
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